Ohne Erbschein sind die Hände gebunden. Wir beantworten Ihre Fragen.

Auf Antrag stellt das Nachlassgericht dem Erben einen sogenannten Erbschein aus – ein Zeugnis über dessen Erbrecht. Dieser Erbschein legitimiert den Erben im rechtlichen Verkehr mit Dritten. Als Erbe muss man seine Erbenstellung immer wieder nachweisen – zum Beispiel gegenüber Banken, Versicherungen und auch Behörden. Ohne Erbschein kann häufig nicht, oder erst nach Monaten, auf ein Nachlasskonto zugegriffen werden. Hieran ändert sich bei eigenhändigen Testamenten auch durch aktuelle Entscheidungen des BGH nichts.

Bei gesetzlicher Erbfolge oder einem eigenhändigen (privatschriftlichen) Testament kann der Nachweis der Erbenstellung im Allgemeinen nur mittels eines Erbscheins geführt werden. Bei einem öffentlichen (notariellen) Testament oder Erbvertrag ist eine Ausfertigung inkl. Eröffnungsvermerk des Nachlassgerichts ausreichend.

Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung, alle letztwilligen Verfügungen dem Nachlassgericht vorzulegen. Weil es oftmals Streit bei der Auslegung eines Testaments oder auch Testamentsanfechtungen gibt, werden alle Testamente im Erbscheinsverfahren geprüft. In unserer Kanzlei legen wir deshalb schon in diesen Erbscheinsverfahren größten Wert auf intelligente und friedvolle Lösungen. Hierdurch können nachfolgende Gerichtsverfahren in den meisten Fällen vermieden werden.

So kann zum Beispiel der Abschluss eines Auslegungsvertrages in Frage kommen – eventuell in Verbindung mit einem sogenannten Erbauseinandersetzungsvertrag oder einer Abschichtungsvereinbarung. Dies bildet eine Grundlage für weniger Ärger und Prozesskostenrisiken werden gleichermaßen vermieden.

 

 

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